3000 Meldungen geknackt!

3000 Meldungen geknackt. Waldameisnnest im Berner Jura. CC BY SA 4.0 Rudolf Bryner Switzerland

Mit der Beobachtung dieses Ameisenhügel aus dem Berner Jura haben wir also im ersten Jahr unseres Citizen Science-Projekts 3000 Meldungen geknackt.

3000 Meldungen im Kanton Bern im 2020

Der Kanton Bern sah in Bezug auf Waldameisenfundorte zu Beginn unseres Projekts im April 2020 noch wie ein «Weisser Fleck» auf der Landkarte aus. Seither zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Der Kanton Bern weist nun auf der Karte von iNaturalist zurzeit gut 3000 Meldungen auf.

Die Karte zeigt den Kanton Bern mit den 3000 Meldungen, welche im Jahr 2020 eingegangen sind.

Viele Bernerinnen und Berner waren im letzten Jahr aufgrund der Einschränkungen vermehrt in der Natur unterwegs. Insgesamt 150 Citizen Scientists beobachteten Waldameisenhügel und leisteten somit einen wichtigen Beitrag zum Berner Waldameiseninventar.

Waldameisenhügel als Nebenprodukt

Einer der 150 Beobachter ist Rudolf Bryner, Mitglied des Entomologischen Vereins Bern und Schmetterlings-Forscher. Für seine Forschungsarbeit über Langhornmotten war er viel im Berner Jura unterwegs. Er durchstreifte die Hänge des Chasserals auf der «Jagd» nach diesen kleinen Falter. Nebenbei hat Rudolf Bryner Waldameisenhügel fotografiert und gemeldet. Die Meldung Nummer 3000 geht auf sein Konto.

Die Langhornmotte (Nemophora cupriacella) aus dem Berner Jura im Gebiet des Chasserals.

Dass es unter den kleinen, oft unscheinbaren Langhornmotten auch schillernde und farbenprächtige Arten gibt, zeigt dieses wunderschöne Exemplar aus einer Zucht vom Chasseral. Die 10-jährige Forschungsarbeit fand einen krönenden Abschluss mit der Herausgabe des Buches Adelidae (Lepidoptera) in den «Contributions to Natural History» des Naturhistorischen Museums Bern.

Lücken auf der Karte

Unsere Karte weist zwar bereits viele rot markierte Standorte auf. Dennoch dürfen Sie uns weiterhin ihre Beobachtungen melden. Interessant für uns sind nun speziell die Regionen des Kantons Bern, in welchen bisher noch kaum oder keine Waldameisenhügel verzeichnet sind.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag «Nester finden – unaufällige und versteckte.»

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